Hiob 3 – Gewissheit der Erlösung
Hiob setzt der falschen scheinheiligen Demut eine tiefe echte Demut entgegen, nämlich die Beziehung zu Gott und das Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit – jenseits vom Richten der Menschen. „Weshalb siehst du mich nicht mehr freundlich an und tust, als wäre ich dein Feind geworden?“(Hiob 14,24). Er klammert sich mit aller Kraft, die er noch hat, an diese Liebesbeziehung. Er ist der Einzige, der in diesem langen Zwiegespräch mit den Freunden persönlich mit Gott redet. Er träumt von einem engen Zusammensein mit Gott: „Du würdest rufen, ich dir Antwort geben. Du würdest wieder Freude an mir haben. (…) Du würdest alle meine Schritte zählen, doch keine Liste meiner Sünden führen.“ Hiob liebt Gott!
Mich wundert, wie überzeugt Hiob daran festhält, dass er unschuldig ist. Es ist, als würde er die ganze Zeit, wie ein Verrückter gegen die Schuldzuweisungen der Welt schreien „Ich bin unschuldig“ „Ich bin erlöst“ „Ich bin Gottes Freund“…obwohl er nichts mehr weiß und alles hinterfragt, schon fast durchdreht vor Leid, hält er sich nur an einem fest: an Gott - daran, dass er Gott kennt und von ihm geliebt und errettet ist.
Wenn diese Gewissheit fest in uns verankert ist, dann fällt alles, wo wir uns durch Religiosität, Autorität oder Gesetzlichkeit zum Anwalt Gottes erheben von uns ab, wie eine überflüssige Hülle, weil wir nur durch Jesus gerechtfertigt sind.
Am 14. Mai 2008 um 14:12 Uhr
[…] Ein weiterer Blog beschäftigt sich gerade mit Hiob: christpolis. Bisher gibt es fünf lesenswerte Artikel, die ich Euch gerne ans Herz legen möchte, wenn Ihr noch weiter Hiob lesen wollt. Im neusten Post geht es um die Gewissheit der Erlösung und ich muss gestehen, dass mir dieser Aspekt durchgegangen ist, obwohl ich mich in den letzten vielen Wochen ja sehr ausführlich mit Hiob beschäftigt habe. Es stimmt, er hält fest daran, dass er weiss, dass er erlöst ist. Er hält fest an seiner Gerechtigkeit. […]